Montag, 29. Juni 2015

HELLA Halbmarathon Rekorde Party in Hamburg

...bei Sonnenschein...und viel Herzwummern vor überschäumender Liebe zu meiner Stadt. Hach. Seufz! Und dabei ist mir, letzten Sonntag, 21. Juni 2015, das Triple gelungen. Oder ein Hattrick. Oder einfach nur das, was ich gern wollte und deswegen schon wieder ein klitzekleines bisschen unvernünftig war. Oder ehrgeizig. Reine Interpretationssache, wenn ihr versteht was ich meine 
*mit den Augen zwinkere*.
Dabei hatte ich doch hier im letzten Jahr NIE WIEDER geschrieben. Pah, was stört mich mein Geschwätz von gestern. Es ist mir auch egal, was andere über mich und meine "Lauferei" denken und reden. Da lass ich mir nicht reinreden und mache MEIN DING. Laufen ist in meinem Leben eine nicht wegzudenkende Komponente und nicht zuletzt deswegen hatte ich diesen unbändigen Willen und Wunsch HIER mitzulaufen. 

Die Startunterlagen holte ich ganz entspannt am Freitag per MTB Tour ab.



Werbung Werbung Werbung....und was liegt denn da alles auf dem Tisch?
 Am Nachmeldestand war so viel Traffic wie noch nie.

Ich meldete mich recht früh an und freute mich über meine kurze Nummer.

Samstagabend packte ich dann ganz gemütlich - nach entsprechender Wetter-vorhersage - die RunningBirki typischen "Schocking" Laufsachen zusammen. Hahahaaa... aber Frau wird damit wenigstens gesehen.
Und fuhr am herrlichen Sonnenschein-Sonntagmorgen ganz entspannt Richtung St. Pauli und fand um 09:30h (m)einen Parkplatz - 200 m von der sündigen Meile entfernt. Das ersparte mir erstmalig den Gang zu Dixi. 
Also alles ganz easy und relaxt ... oder werde ich langsam abgeklärt(er)?
Bei immer noch bestem Sonnenschein (so schön wie noch nie) sang ich dann morgens kurz vor 10 zusammen mit all den anderen ca. 6.500 - 7.000 Läufern  (so genau weiß man das nicht) unsere "Hamburch Hans Albers Hymne" 

und freute mich wie Bolle auf den Run durch  m e i n e  Stadt. 

Ja, DAS war mir ein Fest und ich hatte wirklich Gänsehaut dabei.
Knappe fünf Minuten später überquerte ich die Startlinie und begab mich auf meine "Hamburg City Halbmarathon laufend genießen Reise" denn das war der Deal mit meinem Gazellenkörper. Den ich auch einhielt (denn aus Fehlern lernt Frau ja).
Langsam laufen, die gesamte Strecke. Nicht in Versuchung kommen war mein Mantra. Auf den Körper hören, fotografieren, und einfach nur die 21. Auflage des HELLA Halbmarathons genießen. DIESES Glück hatte ich noch nicht. 
und so genoss ich die Strecke: Ich habe mich bemüht stets im aeroben Bereich zu laufen um den Trochanter-major nicht so sehr zu reizengenoss zwei Mal die Reeperbahn und Altona, den Fischmarkt, und unseren Hafen, dann die Speicherstadt,


 Photocredit by Thomas Sobczak
 Photocredit by Thomas Sobczak
den Wallringtunnel und die Samba Band davor, die Kehrtwende auf der Kennedybrücke, das Atlantic Hotel (wie immer winke ich in die Präsidenten-suite),
Schöne Aussicht, Fernsicht, Krugkoppelbrücke und bedingt die Rothenbaumchaussee (weil dieser letzte Abschnitt mit den schönen Altbau-Villen links und rechts eine fiese stetige Steigung hat -so kurz vorm Finish - da kapituliert doch so der/die eine oder andere. Aber nicht ich. Ich lief durch und hatte jeden Blick nach Links und rechts genossen.  
Photocredit by Thomas Sobczak
Da es ganz schön warm war habe ich jede Wasserstation ab km 7,5 mit genommen und mir immer ein bis zwei Schluck HELLA aus dem Becher gegönnt, der eine oder andere Schluck ging über den Kopf und Rücken, was sehr wohltuend war. 

Es war nicht nur für den Veranstalter ein gelungener Tag - auch für mich. 
Das Wetter war sensationell (mir an manchen Stellen zu HOT), es gab neue Teilnehmer- und Streckenrekorde. Und ich habe meinen dritten HELLA HM in Folge gefirnisht. Meinen Umständen und meiner Ausgangsposition entsprechend sogar in einer respektablen Zeit unter 2:11:30 Stunden. Ja, das ist okay für mich mit meinen 50 Lenzen und dem "Handicap". Es geht ja auch nicht immer nur um Schneller Höher Weiter. Genießen sollte man dann und wann auch, ich mag das beim laufen durch meine Stadt sehr.

Und das ist sie, meine Dritte im Bunde.

Ich freue mich sehr darüber und bin auch stolz auf mich. Vor drei Jahren - nach meinem ersten HELLA HM - hätte ich nämlich wirklich nicht gedacht, dass ich drei Jahre später das Triple erreiche und dazwischen zwei Marathons und viele Genussläufe zwischen 20 und 35 km liegen.

Ich bin auch sehr froh, mein Ziel, (m)einen Halbmarathon unter 2 Stunden zu packen, im März diesen Jahres in Berlin schon erfüllte (hier der Blogpost dazu). So war mir dieser Genusslauf mit - naja ich bin ehrlich - immer noch Schmerzen im rechten Gesäßmuskelbereich möglich, ohne Bestzeitenjagd oder -Wehmut.

YAEH. 
I LOVE MY RUNNERS LIFE.

Zurück vom Ziel in Richtung Reeperbahn fuhr ich mit dem Stadtrad, 
Beine ausschütteln, waren eh nur 4 km. 



Zu Hause stellte ich dann fest: Mein Triple sieht echt TOLL aus
und man kann die Jahre an den Farben erkennen. 
Die Neue sieht noch so frisch und "farblos" aus.


Und was kommt als Nächstes, fragt Ihr mich vielleicht? 
Hmmmmmm...da muss ich noch überlegen.
und vor allem muss endlich mein muskuläres Problem verschwinden.
Geh weg du blödes Schmerzmonster!! Also hau endlich ab!

Danke liebe BMS Laufgesellschaft für das tolle Event 
und Danke meine Follower fürs lesen
♡lichst Eure Birki

Nachsatz/Fazit als Anmerkung für den Veranstalter:

  1. Das Startgeld ist absolut in Ordnung für das was man geboten bekommt. Auf prall mit Werbung gefüllte Kleiderbeutel wird zum Glück verzichtet.
  2. Die Versorgung an der Strecke war bestens, es gab Wasser und das genügend.
  3. Alle ehrenamtlichen Helfer waren sehr um uns bemüht und zuvorkommend. Großartig! Nicht so ein Raumgemotze wie in Berlin.
  4. Ich persönlich glaube, dass BMS an ihre Kapazitätsgrenze gekommen ist.
  5. Ich musste mir meine Medaille suchen und selbst vom Haken abnehmen (gefällt mir nicht). 
  6. In diesem Jahr herrschte hinter der Finishline das reine Chaos. Da ich mit dem zwei Stunden Hauptfeld eintrudelte, kamen wir nicht vorwärts und ich irgendwie nicht da ran wo ich gern rangekommen wäre. Vor mir, hinter mir und neben mir versperrten mir Angehörige/Freunde und Zuschauer zum einen den Weg an die HELLA Zielverpflegungspunkten, sowie an allen weiteren Stände wo es etwas (für sie!) UMSONST gab (teilweise mit Fahrrädern und Kinderkarren die alle nach meiner Auffassung nichts in der Runnersarea zu suchen haben). Das, was wir mit unseren Startgeldern bezahlen und für die Läufer gesponsert wird, nehmen "Schnorrer" frei Haus und ungeniert mit. Ich kam nass geschwitzt wie ich war lange nicht zu meinem Kleiderbeutel LKW durch weil diese (leider) ganz ganz hinten - am Ende der engen und überfüllten Strasse - parkten. Ich war wirklich sauer. und nicht nur ich. Es wurde geflucht und geschimpft statt im Serotoninrausch sich happy in den Armen zu liegen. Diese "hier gibts was umsonst" Mentalität von Nicht Läufern geht gar nicht und sollte definitiv nächstes Jahr nicht wieder passieren. Mir ist es die beiden Jahre davor überhaupt nicht so aufgefallen wie 2015. Dem könnte man z.B. Einhalt gebieten indem BMS ab 2016 - so wie die Veranstalter des HASPA Marathon es auch tun - ein abgeriegeltes Running Areal hinter der Finishline schaffen. Zutritt nur für LäuferInnen mit Startnummer. 
  7. Die Medaille ist wie immer gelungen - mit dem bläulichen hanseatischen Seidenband und passt gut zu denen der Vorjahre. 
  8. Die Strecke selbst ist wunderschön, ein SightseeingRun wie er in Hamburg nicht besser sein könnte. Die Stimmung ab Fischmarkt bis zu den Landungsbrücken ist toll. Ab Schwanewik war kaum noch etwas los. Naja, da wohnen ja auch die "Reichen und Schönen". 
Es gab mit 38,3% die bisher höchste Teilnehmerinnenquote dieser Veranstaltung. Seit Sonntag ist war dieser Halbmarathon in meiner Stadt der zweitgrößte HM in Deutschland, nach Berlin. 6412 Läuferinnen und Läufer finishten - was ein weiterer Rekord war. Und mein persönlicher Rekord... das Triple.... ♡ Alles in allem ein absolut grandioser Tag ♡♡ 

Ich zeichnete diesen Run mit der neuen Garmin FR225 auf, die den Puls am Handgelenk misst, leider habe ich während des Laufens und vermutlich Schwitzen Hautausschlag von den Kontakten des Pulsmessers bekommen. Schade. Dabei begann ich gerade diese Garmin zu lieben. Garmin weiss Bescheid und wird die Uhr genauestens prüfen. Ich bin wohl bisher die Einzige mit diesem "Problem"



Kommentare:

  1. Ein Halbmarathon in Hamburg ist bestimmt eine tolle Angelegenheit. Wenn die Probleme hinter der Ziellinie nicht wären. Würden mich auch wahnsinnig stören. Vor allem bei einer so großen Veranstaltung!
    Übrigens kann der Hamburg Halbmarathon nicht der zweitgrößte sein... am Sonntag war der in Stuttgart mit 6823 Finishern ;)

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    1. Schade, dann hat Stuttgart uns auf den Dritten geschubst.
      Danke für den Hinweis, Markus.

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