Freitag, 6. Februar 2015

➡️ Birkis Laufexpertentipp #13 richtige Running(be)kleidung im Winter

Ich laufe gern und viel durch mein Runningareal (auch im Winter) und muss manchmal, gerade jetzt, schmunzeln über diejenigen die mir viel zu warm angezogen entgegen kommen. Schon lustig teilweise was für eigenartige Kleiderauswahl manche treffen und wie ein Michelinmännchen durch den Wald taumeln...

Worauf kommt es im Winter beim Laufen ausrüstungstechnisch an?
Das erste Gebot ist sich zu überwinden und einfach loszulaufen, denn es ist niemals zu kalt oder zu dunkel, zu feucht, zu eisig, zu glatt. 
Für all das gibt es immer eine richtige Ausrüstung.
Bei der Laufbekleidung gilt, dass sie dich warm halten soll, aber nicht zu warm. Keine Feuchtigkeit von außen "reinlassen", die entstehende Körperwärme nach außen ableiten und dich vor dem Wind schützen.

Mir ist aufgefallen, dass je größer die Marke eines Sportartikelherstellers, umso kurioser sind die Bezeichnungen für Winterlaufsachen. Und teuer! Teuer können sie alle gut.
Dabei gibt es eine viel einfachere Winter Running-Outfitmethode, die mich nun schon durch den vierten Winter begleitet:

Das Zwiebelprinzip: Es ist so ein Gefühl welches Du für Dich entwickeln musst. Idealerweise fröstelt man beim loslaufen am Anfang ein klein bisschen - dann weisst Du das du nicht zu warm angezogen bist - denn es geht ja relativ schnell das der Körper sich erwärmt. Durch das Zwiebelprinzip kannst Du auch jederzeit ein Teil ausziehen sollte es doch mal unerwartet wärmer werden unterwegs. 


Als unterste Schicht trage ich ein atmungsaktives Funktionsunterhemd, ab Minusgraden langärmlig, sonst kurzärmelig. So eines welches sich wie eine zweite Haut an meinen Körper schmiegt mit unterschiedlichen Klimazonen. 
Da habe ich vor zwei Jahren einmal tiefer in die Tasche gegriffen investiert und das hat sich gelohnt. Kann ich empfehlen von Falke und/oder TAO. 
Ich kann es abends nach Gebrauch auswaschen und es ist garantiert am nächsten Tag wieder trocken und hat nichts an Qualität eingebüßt bisher.

Darüber trage ich (je nach Grad ) ein kurz -oder langärmliges Runningshirt, auch eines welches die Feuchtigkeit nach außen abtransportieren kann. Dazu dann (bei kurzärmelig) oftmals Armstulpen (die haben nämlich den Vorteil das man sie unterwegs ausziehen und/oder runterrollen kann).

Im Winter trage ich ausschliesslich lange (oder zumindest übers Knie lange) enganliegende Tights die auch dafür sorgen, dass Schweiß nach außen abtransportiert wird. 


Zum Schluss kommt meist eine sehr leichte atmungsaktive Laufjacke (oder ein Hoodie) on top, die Regen, Wind oder Schnee abhalten mich aber nicht in meinen Bewegungsabläufen einschränken können.




Dieses Bild zeigt mein Lieblingsausrüstung wenn es sehr windig oder regnerisch ist. 
Die Neiwlinejacke ist perfekt. 
Handschuhe, ein geschützter Hals und vor allem die Kopfbedeckung nicht vergessen, denn über den Kopf  kühlt der Körper besonders schnell (zu 45%) aus. 
Dickere Laufsocken sind auch nicht verkehrt,schützen diese doch unsere Achillessehnen und Fußmuskulatur im Winter besser. 
Auch deine Schuhe sind wichtig! Sie müssen je nach Laufstrecke und Wetter ausgesucht werden. Bei Matsch und Nässe sind Trailschuhe mit einer guten Profilsohle wichtig damit du Verletzungen vermeidest. Bei Schnee helfen am besten Schuhe mit Goretex-Membranen; ggf. auch Spikes unter der Sohle. (bei spiegelglatten Wegen allerdings ist doch mal ausnahmsweise auf das Laufen zu verzichten, denn da greift der beste Schuh nicht mehr)
Übrigens: Deine normalen Sommerlaufschuhe sind nicht wirklich gut geeignet, da sich das Material bei Kälte verformt und die Dämpfung nachlässt - abgesehen davon,dass die Sohle auf Matsch und Schnee nicht richtig greift und du mit einem hohen Verletzungsrisiko auf die Strecke gehst. Schnee und gefrorener Boden fordern deine Muskulatur und den gesamten Sehnen- und Bandapparat nämlich besonders. 

So, mit dieser Ausrüstung steht deinem moderaten Outdoor-Training bis Temperaturen um etwa -10 bis -12 Grad wirklich nichts im Wege.
Vergesse Deine zehn- bis 15 minütige Aufwärmphase nicht (bitte nicht von Null auf Hundert loslaufen) in dem du dich ganz entspannt einläufst.

Wenn Du meine Tipps beherzigst wirst du große Freude am Lauf im Winter haben und gute Grundlagen für deine Sommerziele legen.

Toi Toi Toi dafür wünscht Deine Birki

Meine Laufausrüstung von heute 
bei Temperaturen um 1 Grad, gefühlt durch den Wind Minus zwei Grad.

PS Wer im Dunkeln laufen muss sollte daran denken das er/sie von anderen gut gesehen wird. Dafür gibt es Warnwesten oder Reflektoren die man an die Kleidung anbringen kann. 

Kommentare:

  1. Danke für deine Ausführungen. Da habe ich ja bisher alles richtig gemacht. :-) Ich bin eine, die leicht friertt, aber zurzeit ziehe ich mich genauso an wie du. Nur die Schuhe, da hapert es noch bei mir. Ich habe mir gerade erst ein zweites Paar gekauft, aber das ist definitiv nicht wintertauglich, und ich nutze es jetzt nur für meinen Wohnzimmersport. Ich gehe mal gucken, du hast ja bestimmt schon mal was über gute

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    1. Bestimmt ne Macke von Blogger.
      Gib mal in meine Suche Laufschuh ein,
      Ich hab dazu schon mal ein Post geschrieben.
      LG von Birki

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  2. Liebe Birki,

    das hast Du schön zusammen gestellt. Ich mach das auch wie Du.
    Neue Laufunterwäsche werde ich mir zur nächsten Saison zulegen.
    Da kann man auch ganz schön was investieren. Im Sale gab's bei mir leider nichts.

    Gruß
    Claudia

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    1. Im Sommer brauch man ja kaum Unterwäsche ;-) ;-) ;-)

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  3. Cooles Outfit, coole Laufschuhe. Ich hab auch bisschen an mein Outfit gefeilt und mir auch neue Laufschuhe vom Osterhasen schenken lassen :D Damit lauft es sich gleich besser :D Lg

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    1. Laufsachen sind auch für mich immer die besten Grschenke , liebe Hilde.
      Happy Running und LG von Birki zurück

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