Sonntag, 14. September 2014

54 km - und es macht mich nervös

Ja, es macht mich nervös zu sehen welche Long Run Distanzen andere im New York City Marathontraining zurücklegen. Ich bin auf instagram inzwischen mit vielen Gleichgesinnten aus Amerika, Brasilien, Mexico,, Japan, Frankreich und Spanien vernetzt und verfolge natürlich mit großer Neugier deren Trainingsfortschritte. Das motiviert ganz gut und macht mir große Freude.

Heute aber sah ich, das viele meiner Runningfriends, die wie ich in 49 Tagen abliefern wollen, 18 Meilen oder gar noch mehr gelaufen sind.
Da komme ich mir mit meinen gelaufenen 14,5 Meilen arg mickrig und untertrainiert vor. Mach ich was falsch? Aber der Herbert zeigt noch keinen Ü30 Run in seinem Plan für mich an?! Bisher bin ich im Plan, nein, eigentlich sogar über Plan.

Diese Woche habe ich 54 km laufend zurückgelegt (Herbert zeigte nur 43 an) und bin zudem wieder 30 km mit meinem Mountainbike unterwegs gewesen.  

Am Freitag hatte ich wohl einen kleinen Aussetzer: zuerst bin ich morgens, wie der Herbert es von mir wollte meinen Dauerlauf (70 min) und dann war am frühen Abend das Wetter immer noch so toll (ich genieße jeden Spätsommertag in meiner Heimatstadt) das ich mich noch mal auf mein Mountainbike schwang und los fuhr.









Irgendwann dann beim in die Pedalen hauen kam mir die Idee die Marathonstrecke - also genau 26,2 Meilen - abzufahren. Vorher noch einen Café  in der Surfschule am Ortkatener See (danke Jungs!) und weiter ging es (wie Ihr seht das Wetter lud ja förmlich ein dazu).
Das war ganz schön viel Arbeit, so teilweise gegen den Wind (wie immer 
an Hamburgs Deichen) 
Irgendwie bin ich diesen Abend sehr hm wie soll ich es beschreiben? beunruhigt ins Bett gegangen, meine Fr..... das ist ja extreeeeeeeem lang. Und ja es war insofern ein Aussetzer als das mir nächsten Tag die Waden ganz schön weh taten.

Nach dieser Woche bleibt festzuhalten: Es entwickelt sich merklich eine zunehmende Nervosität bei mir. Ganz schön aufregend das Ganze. 
Wie gut das mein dieswöchiger Long Jog eine Abkühlung von oben brachte. 
So tat ich einfach was ich schon lange vermisste: Ich lachte und tanzte im Regen, wie ein kleines Mädchen. Hach, das tat so gut und befreite (mich aber nur etwas denn während ich schreibe ist sie wieder da, die Nervosität)



Ach ja, und es gibt noch was gutes zu berichten! Erstmalig ist es mir gelungen exakt die gesamten 23 km zwischen 70 und 75% meiner max. Herzfrequenz zu laufen. Das gab mir echt ein gutes Gefühl. 
Dafür 'spinnen' nun beide Knie, die mir ab km 20 richtig weh tun, irgendwas ist immer. Das macht mich echt fertig.

Und zum ersten Mal fand ich auf meinem Weg ein Blatt in Herbstfarbe. Oooh nein! Nicht schon jetzt bitte! Obwohl... hm.. ich müsste mal langsam an kältere Temperaturen herantrainiert werden. Ich erwarte ja in New York so zwischen 10 und 13 Grad Grad und Sonne. Sonne pur.  
Also bitte lieber Laufgott, können die Long Jogs langsam mal bei Temperaturen über 20 Grad aufhören?

Erst einmal aber freue ich mich auf die nächste Woche. 
Da steht ein schöner Trainingshalbmarathon in den südbayerischen Bergen an. Momentan ist dort schon richtig Herbst mit Temperaturen um 12 Grad., optimale New York  im November Bedingungen vielleicht? We will see.


In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten.
Albert Einstein



Kommentare:

  1. Liebe Birki,

    weshalb denn nervös werden. Du liegst doch super in der Vorbereitung oder peilst Du doch höhere (Zeit)ziele an ?
    Sich mit anderen zu vergleichen ist nicht immer gut.
    Kann doch sein, daß die schon seit vielen Jahren laufen, viel jünger sind,
    schon Marathons gelaufen sind, die Strecke kennen......etc.
    Weiß man's ?
    Außerdem hast Du doch den Steffny und seinen Plan. Wenn's der nicht weiß. ..;-)

    Deine Bilder sind immer so toll, da würde ich gerne mal mitlaufen. Und das Wetter....zum neidisch werden. ;-)


    Wann läufst Du zeitlich so ?
    Ich laufe unter der Woche immer spätnachmittags oder Abends nach der Arbeit. Nur am Wochenende früh.
    Leider beginnt ja bald wieder die "Stirnlampenzeit"!
    Habe übrigens gestern meinen HM unter 2.10 gepackt. Zwar nur ganz knapp, aber immerhin.
    Habe dabei sogar ein paar mal an Dich gedacht und ein Mantra hatte ich auch.
    "What doesn't kill you makes you stronger." Der song begleitet mich immer beim Laufen .

    Ganz liebe Grüße und mach weiter so,

    Claudia

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    1. Liebe Claudia ich habe vergessen durch den Laufstress und Tegernseekurzurlaub zu antworten.
      Du hast ja Recht.
      Und nein, ich habe kein Zeitziel, oder vielleicht doch? Ich will unter 5 Stunden bleiben *hihi*.
      Zeitlich laiufe ich am liebsten Abends, aber da die Wettkämpfe, wie auch der NY Marathon vormittags starten habe ich vor 4 Wochen umgestellt auf early morning runs. Ich glaube das das gut ist für den Körper und Geist.

      Herzlichen Glückwunsch zum albmarathonfinish! Toll das Dein Mantra dabei war und ich inspirirender Quell sein kann. Das freut mich sehr.
      Und noch toller das Du Dein Zeitziel erreichen konntest. Nun hat man den Blick frei für neue, oder?

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