Samstag, 2. August 2014

Schreien

Am liebsten würde ich einfach nur noch laut schreien. All den Schmerz, all die Wut, all die Angst hinaus brüllen. Aber der Schrei erstickt nur kläglich in meiner Kehle. Hört ja eh' keiner, und es hilft mir auch keiner. Nur der Schmerz und die Angst bleiben und so kullerten mir gestern still und leise die ersten Tränen über meine Wangen als ich beim Onkel Doc saß. Wieder einer der sagte Marathonlaufen ist ja Quatsch und ich soll doch einfach ein bisschen weniger laufen und das obwohl er viele Profisportler behandelt. 
Keiner da der mich tröstet, ich fühl' mich allein, einsam und verlassen.
Am Ende wird immer alles gut, sagen Leute. Hah, Pah, die können gut Reden schwingen. Soll ich wirklich daran glauben? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht  so wie ich eben auch Dank meiner Lebenserfahrung weiß, dass das leider NICHT immer so ist.

Wenn ich da so manche auf Instagram oder Twitter "jammern" sehe, mit deren vermeintlichen Problemen, sie kommen mir so nichtig vor. So klein, so unbedeutend. 
Die aus der Sportwelt verstehen mich (die anderen wohl eher nicht?). 



Ja, Ihr Lieben. So fühlt es sich an, wenn der Kopf will, aber irgendwas im Körper nicht, Und so kommen all die unnötigen Fragen, deren Beantwortung immer wieder ins Leere führt. Ich bin es soooo satt, würde am liebsten nicht mehr daran denken. Geht aber nicht. Wir haben leider keinen Schalter am Kopf. Ich sehne mich nach meiner alten Unbeschwertheit, würde so gerne wieder den Kopf ausschalten und einfach nur laufen.



Stattdessen rattert es im Kopf -  tagaus, tagein und nachts. Die letzte Nacht habe ich nur eine Stunde zusammenhängend geschlafen. Ich habe Angst das mir die Zeit davon rennt und ich in NY - wenn ich antrete - versage. Das raubt mir Schlaf und Energie.
Niemand kann wissen wie es in mir wirklich aussieht. Das ganze Durchhalten und nicht sporteln bin ich leid. Genauso wie die Phrasendrescherei. 
Ich habe das Gefühl die Gesamtsituation verändert mich. Und immer wenn ich das Gefühl habe, es wird besser, dann fängt das Ganze wieder von vorne an und ich darf wieder  die Laufschuhe nicht schnüren. Spritzen, Schmerzmittel.... und nur ein einziger kleiner Run, und alles fängt wieder von vorne an. Seit vier, nein eigentlich schon fünf Wochen geht das schon so. Ich verstehe das nicht. Ich verstehe es einfach nicht. 


Wenn ich mir dieses Bild anschaue weiß ich was mich glücklich macht. 


Ein jetziges Bild zeige ich besser nicht.


Serotoninleere Grüße aus dem "no sports Weekend"
 sendet Euch Eure Birki

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