Mittwoch, 13. August 2014

Marathonzielzeiten

Ich habe es schon am Montag in meinem Blogpost angeschnitten:
Für mich als Marathondebütantin kann das einzige Ziel für meinen ersten Marathonlauf in New York ankommen sein. 
Das empfiehlt auch Herbert Steffny in seiner Laufbibel

Die Zeit dafür ist also zweitrangig. Ja, das kommunizierte ich von Anfang an so.
Wer meinen Blog hier mit verfolgt und regelmäßig liest, weiß, dass ich mir diesen Run zu meinem 50. Geburtstag selber schenke und damit der Welt einfach nur beweisen möchte das dies eine Zahl von der Firma Scheissegal ist und man in diesem Alter (manche denken jetzt sicher oooh Gott schon steinalt) mehr drauf hat als manche Zwanzigjährige.



Bestes Beispiel (und ein Vorbild für mich) ist Bhai Fauja Singh (angeblich 1911 geboren*), der erst im Februar 2013 seine Marathonkarriere beendete. Ja, rechne ruhig mal...Am 16. Oktober 2011 stellte er in Toronto einen Rekord auf, als er als erster Hundertjähriger und somit ältester Mensch einen Marathonlauf absolvierte. 
Er benötigte für die Strecke 8:25:16 Stunden, sechs Stunden mehr als der Sieger, wurde aber nicht Letzter, sondern fünf Läufer waren langsamer als er.

Dieser Hammertyp aus Indien begann erst im Alter von etwa 70 Jahren erneut mit dem Lauftraining; trainiert täglich zwölf bis 16 Kilometer und lief im Jahre 2000, im Alter von 89 Jahren, seinen ersten Marathon in London. Sein Toronto Rekord wird jedoch keine Aufnahme in das Guinness-Buch der Rekorde finden, da Singh keine gültige Geburtsurkunde vorlegen kann*. Am 24. Februar 2013 lief Singh sein letztes Rennen und erklärte seinen Rücktritt.

***
Und so komme ich zurück auf meinen ersten Marathonlauf, im November, in New York. Steffny also empfiehlt mir kein Zeitziel zu haben und daran halte ich mich auch. Der liebe Herbert sagt nämlich auch: "Marathon kann man nicht vorher üben. Es bleibt ein Experiment." Uiuiuiiiii.

Mein Experiment bedeutet derzeit Hoffen und Beten und wenn ich endlich wieder voll trainieren kann großen Zeitaufwand. Wie jede andere Frau habe ich natürlich auch meine Verpflichtungen und nicht unbegrenzt Zeit. Vier mal die Woche Trainingseinheiten, plus 2 - 3 x etwas Krafttraining, Dehnübungen plus  Selfmassage mit der Blackroll, da bleibt nicht mehr viel was ich in meiner Freizeit noch anstellen könnte. Das ist aber vollkommen okay, denn ich will das ja alles selbst.
Ich bin froh das Herbert im Buch die Einsteigerpläne mit dem Ziel den Marathon zu schaffen vorstellt. Und so hoffe ich nun endlich wieder VOLL durchstarten zu können und danach zu trainieren. Das heisst mein Trainingsplan wird noch mal nachjustiert, es ist nicht mehr der den ich mir bereis vor 6 Wochen erstellte.

Natürlich bietet Herbert auch Zielzeitpläne und natürlich habe ich vor Wochen mal 'geluschert' was bei mir möglich wäre (zwischen 04.15h und 04:29:59h)
Da ich mit erheblichen Trainingsrückstand zu kämpfen hatte, ich einzig mein Primärziel verfolge und mich auch gar nicht erst unter Druck setzen will wird diese Zielzeit mental vernachlässigt. Jawoll! Ich werde nicht den Fehler wie beim Hella-Halbmarathon machen und irgendwann doch noch zur Zieljagd aufbrechen. Nein, Nein Nein, das mache ich definitiv - diesmal - nicht! 


Zitat Herbert Steffny:
"Das wirklich Harte am Marathontraining ist nicht die Intensität,
sondern die vielen Kilometer
Andere sitzen schon beim Bier vor dem Fernseher, 
draußen regnet es, 
und Sie müssen trotzdem raus, 
denn der lange Lauf steht auf dem Trainingsplan."



* ich schreibe angeblich deshalb, weil es 1911 in Indien keinerlei Geburtennachweise gab. Es ist also nur sein geschätztes Alter)

Kommentare:

  1. :-) Da hast Du Dir ja ordentlich etwas vorgenommen. Ich halte Dir die Daumen! :-)
    Liebe Grüße :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin wirklich wirklich dankbar ob jedes gedrückten Daumens.
      Danke, Du Liebe.
      Ich schaffe das!
      Herzlichst Birki

      Löschen