Freitag, 1. August 2014

Die (Läufer-) Crux um das "Alter"

Ich habe inzwischen durch meine Läuferbeschwerden in den letzten beiden Jahren verstanden, dass das Laufen mit dem Alter so seine Tücken haben kann. Daran muss Frau mit 30 natürlich noch lange nicht denken. 
Nicht nur deswegen mag ich überhaupt keine Vergleiche vom Pace und Bestzeiten (wie es jetzt scheinbar auf Instagram modern und angesagt ist)Ebenso befremdet mich so manche Erwartungshaltung von Mitmenschen, die sich mit Laufen gar nicht auskennen z.B. selber bei bereits 20 min am Stück joggen umfallen und wie ein Käfer nach Luft schnappen.
Tja, warum schreibe ich darüber. Nun, es geht um Ziele, mein großes Jahresziel 2014 ist meinen regelmäßigen Bloglesern bekannt. Und nun ist es bald soweit: Ich werde wieder mal so plötzlich - von einer Sekunde auf die andere - um ein Jahr älter. Mich ärgert dieses biologische Alter weil ich mich nämlich viel jünger fühleDoch dieses Feeling langt bei ambitionierten Laufzielen (leider) nicht. 
Ab einem Alter von etwa 40 Jahren geht die absolute maximale Leistungsfähigkeit altersbedingt zurück (hab ich von Herrn Steffny gelernt). Natürlich sind über diesem Alter immer noch Bestleistungen möglich. Diese sind  aber vor allem abhängig, in welchem Alter Mann oder Frau mit dem Laufen begonnen haben. 
Der Weltrekord in der AK 50 liegt (klick hier) bei 2:31:05. Die Dame aus der Ukraine, Tatyana Pozdniakovadie, hat mir gegenüber einen Vorteil: Sie lief Zeit ihres Lebens und fing nicht erst - so wie ich - mit 47 an zu laufen. Ich habe also gar inkeinen Grund mich zu schämen. Ich bin Genussläufer und werde dies auch immer bleiben. Denn mit dem Laufen halte ich mich bis ins hohe Alter fit, jung, aktiv und gesund. Ich muss deshalb nicht unbedingt neue Altersrekorde brechen. Nein, ich kann auch so viel Spaß und Freude an meinem Laufhobby haben. 
Nebenbei bin ich dann auch noch mit über 50 so fit und meist gesünder und leistungsfähiger als eine untrainierte unter 30 Jährige! Yeah, und das ist's was fetzt. 
BTW: „Schnelle“ Zeiten waren früher
Inzwischen hat sich erfreulicherweise der Frauenanteil an deutschen Marathonwettkämpfen mehr als verdoppelt (liegt durchschnittlich in Hamburg z.B. bei 21 Prozent), die stärkste AK Gruppe liegt um bei W 45 (interessantes Alter, da wo man noch mal neue Ziele angehen mag und es auch kann). Zweitstärkste AK ist die W40 und dahinter kommt dann die W50 (meine neuerdings). Das (Mehr Frauen, höhere Alter) könnte der Grund sein warum die Marathonfinisherzeiten heutzutage "langsamer" sind als früher. Egal wie langsam ich bin, ich habe ohnehin nur ein Ziel: Finishen. Ich will einfach nur finishen. 
Ich werde finishen! 

Wenn dann auch noch eine Zeit herauskommt die unter der persönlichen Zeit von Pamela Anderssen aus 2013 liegt (klick, wenn es dich interessiert) dann sind mein Ego und ich zufrieden. Hihi.
Klingt wenig anspruchsvoll? Na dann, lauf mal erst einen Marathon, und bitte den mit dem anspruchsvollen Streckenprofil in New York, dann darfst auch lachen über mich. Aber nur dann!!!



Kommentare:

  1. Genau, unsereiner ist fitter als mancher, der unser Nachkömmling sein könnte. Schon allein das macht doch gleich eine Portion munterer ;-) !
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Stimmt, Elke, Du hast es erfasst.
      Ich muss oft über die Unsitte Jugend schmunzeln... und frage mich mit welchen Wehwehchen die sich in unserem Alter rumschlagen werden ;-)

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  2. Ich seh's wie du, es geht doch nichts über Genussläufe. Ob ich nun paar Minuten früher oder später ins Ziel komme is doch egal. Lieber die Strecke und das Feeling der Zuschauer genießen als verbissen nur an seine Zeit zu denken und von allem nichts mitzubekommen. Aber hast du mal beobachtet das auch immer mehr "junge Hüpfer" derzeit pausieren weil sie selbst im Training rennen wie die doofen (die hätten mal besser Herrn Steffny besucht) und auch jüngere Knies streiken ab und an. Aber gut, jeder hat andere Ziele. Ich bin wie du fürs Finishen, auch wenn ich noch AK30 laufe :o)

    LG aus Kreuznach
    Cathi

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    1. Na ich glaube so ganz werde ich dann doch nicht verstanden mimt dem Beitrag hier. Ich geh schon gern auf persönliche Bestzeitjagd bei Wettkämpfen bis zu 25. So oist es nicht, Da scheiden "Genussläufe" eigentlich aus.
      Hier geht es um den Vergleich von Äpfel mit Birnen bei Trainings- oder anderen Läufen - also Bestzeiten zwischen verschiedenen AK's.
      Natürlich kann ich megastolz sein das ich in meinem Alter beim HM hier in Hamburg die gleiche Zeit wie Lisa gelaufen bin.
      Aber eigentlich lohnt dieser Vergleich nicht
      und es nervt mich ein wenig wenn man bei Insta z.B. (ja aber auch im richtigen Leben)
      nur noch auf die Pace reduziert wird. Aber warum muss ich "mir anhören" das ich "schlechter" bin als ein 20jähriger Kerl?
      Oder Du und ich (weisste ja, haben schon welche gemacht^^)

      Ist doch voller Bullshit und ich reagiere da nicht mehr drauf.


      Was den Genusslauf betrifft bezieht sich die Aussage auf mein NY Marathonziel.

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    2. PS Ja das übertrainieren scheint bei jungen Hüpfern gerade in zu sein, WTF soll das? Muss man jede Tag 16-20k laufen? Das ist gagaaaa und entgegen jeder Vernunft. Und dann wundern sie sich wenn sie vor oder bei den eigentlichen Wettkampfläufen einbrechen/zusammenbrechen oder nicht mehr antreten können.
      Aber wie heißt es so schön: Aus Fehlern lernt man ;-)

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