Freitag, 2. Mai 2014

➡️ Birkis Laufexpertentipp #10 Trainierst Du richtig?

Es gibt viele Trainingspläne im Internet. Wenn du dann falschen oder  ungeeigneten folgst, kann deine Laufbegeisterung schnell in Lauffrust umkehren und die schönen Runningshoes hängen schneller am Nagel als Du sie nach umfangreicher Laufanalayse ausgesucht und bezahlt hast.

So habe ich kürzlich ein Mädel bei instagram kennengelernt, die nach wenigen Wochen frustriert aufhörte weil sie ihrem Trainingsplans zufolge nach durchschnittlich drei mal fünf Kilometerläufen in der sechsten Trainingswoche keine Lust mehr auf diese (für Sie!) Quälerei hatte.

Für Anfänger habe ich folgende Tipps:
Gehe regelmäßig laufen und das lieber drei Mal zwischen max. 20 Minuten pro Woche, als zwei Mal eine halbe Stunde (oder gar nur ein Mal, dafür aber gleich 45 Minuten).
Am besten ist es  wenn Du öfter, langsamer und kürzer (gern mit Gehpausen zwischendrin) läufst, statt selten (z.B. nur einmal) und dafür längere Distanzen (gleich 8km). Scheue dich nicht, Regenarationspausen einzulegen. Also laufe um Himmelswillen nicht gleich am Anfang jeden oder jeden zweitenTag.
Achte darauf, dich nicht zu überfordern und Spaß am Laufen zu haben.
Du wirst erstaunt sein, wie schnell du dich selbst bei moderatem Tempo steigern kannst, ohne dich zu überfordern. Es braucht nur etwas Geduld und Vertrauen in  sich selbst. Wenn Du eine Berufsausbildung machst brauchst Du auch 2-3 Jahre für Deine Perfektion. Es ist noch kein Marathoni vom Himmel gefallen.
Laufen soll immer Spaß machen!

Es gibt viele verschiedene Trainingspläne. Fündig wirst du in (fast) jedem Buch über das Laufen, in Laufmagazinen, im Internet. Ich empfehle Laufpläne von Herbert Steffny.

Suche Dir einen Trainingsplan der wirklich zu deinem Leistungsniveau passt und probiere ihn zunächst paar Einheiten aus. Wichtig ist sich an den Plan zu halten. Wenn ein Laufeinsteig mit Gehpausen beschrieben wird, pausiere auch gehend. Wenn der Laufplan sagt laufe 3x 5 Minuten mit jeweils  einer Gehpause dazwischen und Du denkst das ist zu wenig halte Dich trotzdem dran. Deine Gelenke, Bänder, Sehnen, Dein Körper wird es Dir danken. 
Nichts ist schlimmer als Überforderung die Du erst später bemerken wirst. Glaube mir, ich weiss wovon ich schreibe.

Viele – selbst erfahrene – Läufer sind viel zu schnell und zu weit unterwegs,. So laufen sie munter an der Grenze zum oder im anaeroben Bereich und verbrauchen dann mehr Sauerstoff, als sie dem Körper durch die Atmung wieder zuführen können.
Wenn man sich permanent nach Vorgaben quält, wo bleibt da der Spaß? 
Du wirst, wenn Du Dich an den Plan hältst  schnell merken, dass es gar nicht so schwer ist, Trainingspläne an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Ich sag mal so: Laufe, indem Du einfach auf deinen Körper hörst. Wer
regelmäßig läuft, wird sehr ein Gefühl dafür entwickeln, welches Trainingstempo und welcher Trainingsumfang gut für ihn/sie ist. Und vergesse nie  im Zweifelsfalls lieber langsamer zu laufen, denn genau diese langsamen ruhigen (ich nenne sie auch genussvollen) Läufe sind wichtig für die Grundlagenausdauer und sollten im Regelfall öfter gelaufen werden, als schnelle als die anaeroben Trainingsläufe (die man braucht wenn man sich Wettkämpfen stellen will.

PS Ihr dürft mir gern Fragen stellen wenn Ihr etwas wissen wollt, 
dafür schreibe ich ja auch letztendlich meine Blogposts. 
Also ran an die Tasten, 
vor allem bitte ich die Neueinsteiger gern darum. 
Ich bemühe mich zeitnah zu antworten.


Kommentare:

  1. Ich muss gestehen, einen Trainingsplan habe ich nicht. Jedoch laufe ich, wie ich kann. Gestern bin ich 8 Km in 59 Minuten (nicht 60, haha) gelaufen und davon waren insgesamt 15 Minuten Gehpausen. In diesen Pausen laufe ich recht stramm weiter aber mein Ziel war 7 Km in der Stunde zu schaffen. Ziel mehr als erreicht. Ich war zufrieden.
    LG
    Corinna

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    1. Wenn Du zufrieden bist und it einem guten Gefühl danach ... bist/warst hast DU alles richtig gemacht und brauchst keinen Laufplan.

      Ich laufe auch am liebsten nach Gefühl.

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