Samstag, 10. November 2012

Neues aus der Joggerwelt:

Gestern Abend 

Ich: laufe so schön im Wald vor mich hin, trainiere auf Zeit und lasse meinen Wochenalltagsstress raus...

Plötzlich kommt wie aus dem Nichts ein kleiner fieser brauner Spitz aus den Büschen - wie von Tarantula gestochen - von weitem auf mich bös' kläffend zugerast. Er kläfft und kläfft und kriegt sich nicht ein.

Opa (Hundehalter) ruft: "Mooooollyyyy komm SOFORT hierher!"
Molly hört nicht.
Ich bleib dann lieber mal stehen (hab ich beim Rütter mal so gehört, Mist für meine Zeit aber meine Knochen sind mir heilig)...
Molly kläfft und kläfft und ist gleich bei mir.



Opa ruft: "Der tuuuuuuuuuuuut nix."
Ich: Hmmmmm... 


Sieht aaaaber nicht so aus, Molly rast auf meine Extremitäten zu, fletscht die Zähne...ich habe Schiss... hebe nun meinen rechten Fuss, und trete Molly ...und schreie Molly an.


Molly (ein Rüde) "fliegt" und rollt sich auf dem Boden ...winselt. Der Tritt saß.

Opa kommt mit seiner schnellsten Gehgeschwindigkeit auf mich zu und 


s c h r e i t  mich  b ö s e  an.


Ich schreie Opa an. Lasse mein ganzes Angstadrenalin raus: " NÄCHSTES MAL ERSCHLAG ICH DEiNEN KÖTER"
Ja, ich schwör's, und das obwohl ich sehr sehr gern Hunde mag. Aber wohlerzogene, nicht solche die mir an die heiligen Beine wollen.

Auf dem Nachhauseweg (ausjoggend) zitterten mir die Knie, ich weinte.
Was hätte ich andres tu'n sollen. Mich beißen lassen? Nun mach' ich mir Sorgen um mein Karma.

Warum bloß können Menschen ihre Hunde nicht erziehen?


Kommentare:

  1. Keine Sorge, Deinem Karma passiert nix. Du hast sehr vernünftig und absolut nachvollziehbar gehandelt.
    Liebe Grüße & ein schönes Wochenende
    Juniwelt

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist lieb von Dir, dass Du mir das schreibst.
      Wünsche DIr auch ein schönes (Rest)Wochenende.

      Löschen
  2. Ich kann - selber Hundehalter - das absolut nachvollziehen.
    Ich kann solche Hundehalter echt nicht ausstehen, vor allem fällt deren Verhalten IMMER auf alle zurück.
    "Der tut nichts..." JA KLAR!
    Unser Hund läuft auch gerne auf fremde Leute zu. Allerdings ist sie da (ausserhalb der Hundewiesen) immer an der Leine und ich lasse sie erst los, wenn diese Person irgendwie auf den Hund "anspringt". Mit dem Unterschied: Köterchen läuft freudestrahlend, mit wedelnder Rute und hopselnd auf die Person zu und lässt sich so in den letzten 30 cm vor der Person auf den Boden fallen nach dem Motto "Streichel mich!".
    Ich kann es allgemein nicht abhaben, wenn Hunde auf Menschen (oder auch andere Hunde) losgehen und der Hundehalter einfach nichts macht oder motzt. Grrrr!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. wenn ich trainiere, dann trainiere ich. Dann mag ich mich ungern aus meinem Tempo bringen lassen. Das versteht nur, wer selbst Wettkämpfe läuft und weiß wie wertvoll jede Sekunde ist. Die meisten Hundehalter verstehen das leider nicht.
      Ich laufe nach der Devise ich beachte Euch Hunde nicht und ihr mich bitte auch nicht. Es gibt zum Glück sehr nette Hundehalter die wissen wie man sich als Jogger fühlt.
      Von daher mach Dir keinen Sorgen, ich pauschalisiere nicht. Opas Verhalten ist nicht das der Allgemeinheit.
      Mich regt aber eines jeden Hundehaltersatz "Der tut nichts" auf. Wissen Hundehalter eigentlich wie sich dieser Satz anfühlt?
      Bei uns in D herrscht Leinenzwang, ich habe dazu eine geteilte Meinung.
      Hunde sollen sich auch austoben dürfen. Aber wenn wir Jogger kommen erwarte ich vom Hundehalter das er sein Tier zu sich ruft und wartet bis ich vorbei bin.
      Ich kenne die Tiere nicht und ich habe Respekt vor fremden Hunden. Ich möchte einfach nur laufen, nach meinem Trainingsplan. Ohne abbremsen zu müssen.
      Hundehalter müssen wissen, dass ihre Hunde alles spannend finden, was sich bewegt. Sie lieben das Jagen. Wenn ich merke, dass sich der Körper des Hundes anspannt, er den Kopf hoch hält und der Schwanz steif wird, wird es ernst und dann mag ich dieses ER tut nichts nicht mehr hören wollen.

      Wenn ich mit einem Hund spielen möchte dann tu ich das zu anderer Zeit.
      warum verstehen das nichtjoggende Hundehalter nicht???

      Löschen
    2. Keine Ahnung, warum manche Hundehalter dann so ignorant sein müssen - frag mich nicht. :-(

      Löschen
  3. hehehe....
    dir solls auch nicht besser gehen!
    ich - im nagelneuen laufkostüm im wald unterwegs.
    werde von einem riesenbobtail von unten bis oben ANGESABBERT.
    ähnlicher kommentar des hundehalters: TUT NIX...
    klasse, meine klamotten von oben bis unten besabbert.
    bei uns hier sind freilaufende hunde leider immer wieder für totgebissene rehe verantwortlich.
    "hassobobby tut nix"

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mit großen Hunden hatte ich noch nie Probleme. zum Glück.
      Ansabbern fände ich auch echt eklig.

      Löschen
  4. "Der tut nichts" ist uebrigens international. Ich hasse das!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich auch! Schön zu wissen man ist nicht allein.
      Danke.

      Löschen
  5. das kommt mir bekannt vor. auf meiner laufrunde zu hause komme ich bei einigen häusern vorbei, bei denen hunde sind. gleich am anfang ist ein bauernhof und dort halten sie einen hund. ich muss sagen, ich habe sowieso schon angst vor hunden. doch vor dem noch mehr, denn erst ist relativ groß. und immer, wenn ich vorbei laufe, kommt der hund zu mir. da können die besitze noch zehnmal schreien, er macht nichts (hahaha) ich bleibe trotzdem stehen und mein herz schlägt wie verrückt.
    bei einem anderen bauernhof hingegen kennt mich der hund schon und er schaut immer nur kurz auf, wenn ich vorbeilauf, so als wollte er mich begrüßen ;)
    aber das, was dir passiert ist, ist eine frechheit. soll der ältere herr seinen hund erziehen. du hast dich nur gewehrt!

    lg
    svetlana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Svetlana Du solltest daran arbeiten, denn Hunde spüren wenn/das Du Angst hast.
      Das macht es etwas schwieriger bei Dir.

      Löschen
  6. Hi, stehen bleiben war doch schon ein guter Ansatz. Zutreten finde ich nicht in Ordnung, zumal laut deiner Aussage der Hund ja "nur" gebellt hat....
    Ich mag auch keine Hundehalter, die ihren Hund nicht im Griff haben und ihn einfach laufen lassen,egal wer oder was da noch so unterwegs ist.
    Ich plädiere für Rücksicht auf beiden Seiten, Jogger sollten den Hundehaltern auch die Möglichkeit geben, ihren Hund zu sich zu rufen, auch wenn sie dabei eventuell mal kurz das Tempo drosseln müssen.Sonst sollten sie ihre Runden auf dem Sportplatz machen... Ich hole meine Hunde immer zu mir, wenn mir Leute entgegenkommen, oder ich höre das jemand von hinten kommt. Aber ich habe auch schon oft erlebt, das Jogger oder Radfahrer rücksichtslos an uns vorbeirauschen ohne sich bemerkbar zu machen.( Klingel?) Aber es gibt auch welche, die sich mit einem Lächeln bei mir bedanken, wenn ich den Weg frei mache, aber das ist leider die Ausnahme.
    Denn die Natur ist für alle da....

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sollte ich mich beißen lassen, ja? Zutreten war das letzte Mittel, stehenbleiben hat dem Köter nicht gereicht.

      Löschen
  7. Wie man es macht ist es falsch. Meinem Mann ist mal ein Hund ins Rennrad gelaufen, Hand gebrochen, Hundebesitzer sah sich als unschuldig. So klein und lieb (erst seit er so alt ist) mein Dackel ist, er ist bleibt ein Tier und damit unberechenbar und ich habe die Verantwortung über ihn. So sollte das alle sehen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, liebe Daisy, wir sind da ganz einer Meinung.

      Löschen
  8. Das habe ich nun noch gefunden:
    Überall auf öffentlichen Wegen, wo Fußgänger gehen dürfen, darf auch gejoggt werden. Jogger sind Fußgänger (das Tempo ändert nichts an dieser Klassifizierung).
    Niemand hat das Recht, einen Jogger ohne triftigen Grund zum An­halten zwingen. Die Launen eines Hundes sind kein triftiger Grund. 1)
    Erfolgt das Aufhalten des Joggers durch Bedrohung mit einem "empfindlichen Übel", z.B. Bedrohung mit einem Hundebiß, so ist der Tatbestand der Nötigung nach §240 STGB gegeben. 2)
    Natürlich sollte man die überlasteten Gerichte nicht unnötig beschäf­ti­gen. Ersatzweise ergibt sich aus der Tatsache, daß es ein solcher Hundeangriff rechtswidrig ist, nach §32 STGB das Recht auf Notwehr.
    Ein angemessenes Mittel der Notwehr ist auf jeden Fall ein Abwehr­spray. 3)
    Sollte das jedoch nichts nützen, sind auch härtere Maßnahmen zulässig – je nach Hartnäckigkeit und Gefährlichkeit des Köters bis hin zur Tötung des Viehs.
    Aber egal, wie weit man rechtlich gehen dürfte, es ist auf jeden Fall besser, das Tier umzubringen, als selbst gebissen zu werden.
    Und glaube niemals einem Hundebesitzer, der meint "Der tut nichts". 4) 5) Das sagen alle, bis sie sagen müssen "Das versteh ich nicht, das hat er noch nie gemacht".

    AntwortenLöschen