Sonntag, 25. März 2012

Mein Fastentagebuch # Tag 8 - Fastenbrechen #

Nachdem ich so rapide an Gewicht verliere - was bei meiner Größe langsam etwas to much ist - habe ich gestern Abend (Donnerstag) beschlossen, heute (Freitag, leider) mit dem Fasten aufzuhören und das Fastenbrechen einzuleiten.
Jeder Dumme kann fasten,
aber nur ein Weiser
kann das Fasten richtig abbrechen.

(George Bernard Shaw)

Fasten brechen ist eigentlich nicht schwierig, trotzdem gibt es viele die dabei Fehler machen die das ganze Fasten letztendlich zunichte machen können. Genau deswegen hat wohl Herr Shaw mal diesen klugen Satz von sich gegeben, denn viele tappen zurück in die alte "Fress-Falle"Wem das passiert, der wird sehr schnell die Quittung dafür bekommen und von unangenehmen körperlichen Folgen geplagt sein.
Mental fühle ich mich so gut wie nie und bereue es ein klein wenig aufzuhören, aber erstens habe ich der Reinigung (innerlich, seelisch wie auch äußerlich) genug getan und zweitens muss ich vernünftig sein wenn ich nicht riskieren will das mich eine ordentlich steife Nordseebrise aufs Meer hinausbläst *kicher*.
Natürlich habe ich keinerlei Hunger, habe mir aber auf dem Wochenmarkt heute morgen einen tollen Apfel gekauft und beschlossen Mittags zu brechen. Das zelebriere ich immer richtig schön und genieße es. Die Vorfreude auf die Apfelstücken ist riesengroß. Doch erst heisst es noch mal Wasser und Tee trinken (und wiegen).
Mein Job lässt mich meinen Zeitplan vergessen, so dass ich erst 14.00h an meinen Apfel denke und mich nach draußen an die frische Luft zurückziehe, mit dem aufgeschnittenen (und geschälten) Apfel "im Gepäck".


Es ist jetzt wichtig die Stückchen gut zu zerkauen und in ganz kleinen Genießerhappen zu essen.Also esse ich schööööööön langsam und genieße es. Die Geschmacksnerven liegen blank und schlagen Purzelbäume vor Begeisterung. Innerlich entfliehen mir viele yamyamyms's und aaaaaaaaaaaahhhhhh (vor Freude). Leider mache ich bei der Hälfte des Apfels schlapp, mehr geht nicht. Ich fühle mich wie neugeboren. Herrlich schön.

Danach arbeite ich weiter und vergesse (mal wieder)Flüssigkeit zuzuführen. Ja, es wird echt Zeit wieder normal zu leben.
Da drauen so traumhaftes Wetter ist (knappe 16 Grad - in der Sonne über 20) beschließe ich die Arbeit Arbeit sein zu lassen und noch ca. 5 km joggen zu gehen (ich habe ja Sonntagvormittag einen kleinen Laufwettkampf, da kann das Training nicht schaden). 

So gehe ich dann joggen und lasse meinen Gedanken freien Lauf: Die Leute hängen im Stadtpark ab, ich rieche gegrilltes (es ist einfach geil wie die Geruchsnerven durch das Fasten neu aktiviert sind!), die Menschen haben Frühlingsgefühle und ich laufe mit dem fettesten Grinsen im Gesicht - so glücklich und befreit fühle ich mich.

Welt lass Dich umarmen! Danke, das ich da sein darf! Danke, dass es mir so gut geht. Danke an mich, für meine Disziplin.♥
Nun beginnen dann die zwei Aufbautage.
Mein Gewicht, 50,2 kg




 

Kommentare:

  1. Birkin,

    Ich bin erstaunt wie Du das Fasten durchgehalten hast. Ich schaffe gerade die 5 Tage und es ist Maximum für mich. Respekt!!!
    Ich würde sehr gerne die Erfahrungen mit Dir austauschen...

    Viele Grüße

    Moni

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    1. Hallo Moni, Danke für Dein liebes Feedback, gern können wir uns austauschen...
      Brauchst Du einen Rat, oder wobei kann ich Dir helfen?
      LG back

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  2. Hallo Birkin,
    Danke Dir, dass Du die Eefahrung was Fasten betrifft geteilt hast.
    Es hat mir diesmal geholfen besser durchzuhalten...

    Grüße

    Moni

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    1. Moni das passt nicht zum Thema hier, aber DIR wollt' ich noch was sagen:
      Der Wert eines Menschen wird nicht daran gemessen,
      wo Du lebst, welches Auto Du fährst oder wie viel Geld Du hast.
      Vielmehr ist es, wie vielen Menschen Du ein Lächeln ins Gesicht zaubern kannst,
      wie viele Du traurig oder glücklich machst.
      Es geht darum, sich mit den anderen zu freuen wenn es Ihnen gut geht,
      oder sie zu trösten wenn sie unglücklich sind.
      Wenn wir es geschafft haben,
      Gefühle wie Missgunst, Neid oder Hass in Liebe,
      Vertrauen und Mitgefühl zu verwandeln,
      dann sind wir wirklich frei und öffnen die Tür,
      damit das Glück uns besuchen kann!

      PS Ich bin froh das Du von meinen Fastenerfahrungen was für Dich rausziehen konntest.

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  3. Hallo,

    Ja, ich sehe es genauso... trotzdem denken wir völlig anders...

    M.

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    1. Vielleicht in einigen Dingen... aber in anderen auch gleich...dessen bin ich mir sicher.

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