Samstag, 17. März 2012

Mein Fastentagebuch # Tag 2 #


Warum Entlastungstage vom Fasten fragt Ihr mich?

Hat jemand von Euch schon mal versucht nach Feiertagen mit üppigen Mahlzeiten (wie Weihnachten z.B. ) betont weniger zu essen? Wenn ja, dann wisst ihr ja, dass das so gut wie unmöglich ist. Die Magensäfte sind sehr aktiv, der Darm ist noch mit der Verdauung der schweren Mahlzeiten vom Vortag beschäftigt, und das Hungergefühl ist weitaus stärker als gewöhnlich. Genau aus diesem Grund muss man vor der Heilfastenkur einige Entlastungstage einlegen, damit einem der eigentliche Fastenbeginn erheblich leichter fällt.
Da ich während des Fastens nicht nur auf feste Nahrung, sondern auch auf Weinchen, Koffein und Süßes verzichten muss, halte ich mich an den Ratschlag mit der rechtzeitigen "Entwöhnung" (sonst stellen sich ausgerechnet dann, wenn sich der Körper schon auf den Fastenstoffwechsel einstellen muss, auch noch die Entzugserscheinungen beim Verzicht auf diese Genussmittel ein, was den ersten Fastentag zu einer regelrechten Tortur machen kann).
Während der Entlastungstage lässt man alles schwerverdauliche weg, verzichtet also schon auf Fleisch, Hülsenfrüchte, Süßigkeiten, Kuchen und sehr eiweißreiche Speisen, was die Arbeit der Verdauungsorgane erleichtert und sich ganz bewusst von natürlichen Lebensmitteln ernähren. Sehr empfehlenswert sind Reis, Gemüse und Obst, die leicht verdaulich sind und nur wenige Kalorien haben. Von Tag zu Tag sollte man die Nahrungszufuhr etwas mehr drosseln. Auf diese Weise kann man auch schon vor dem Fastenbeginn einige Pfunde verlieren und macht sich die eigentliche Fastenkur um vieles leichter. 
Das gelang mir ganz gut da ich durch die Konzerte eh nicht zum essen kam.
BTW:Wusstet Ihr das die Leber die Entgiftungszentrale ist und dieses Organ beim Fasten besonders gefordert wird?
Während der Entlastungstage lässt man alles schwerverdauliche weg,
Sie dankt es mit warmen Wickeln, merke ich.


Bloß nicht frieren!
Gestern Abend, in meinem zweiten Eintrag schrieb ich Euch das ich arg friere. Sowas ist am ersten Tag immer ganz normal. Beim Nahrungsentzug verstärkt die Stoffwechselumstellung das Kältegefühl. Zwei Wärmflaschen, kuschlige Socken und heimelige Cashmerepullis nebst Schals helfen dagegen wunderbar.

Trinken Trinken Trinken (Mehr ist hier wirklich mal mehr)! 
3-4 Liter gelten beim Fasten als ideal, ich muss mich immer quälen und meine Flüssigkeiten zählen damit ich das einhalte. (Bin vor Jahren mal beim fasten dehydriert weil ich das nicht im Griff hatte, seit ich aufschreibe und sehe was mir fehlt bzw. dass ich es einhalte geht es seltsamerweise wunderbar).Mein Hauptflüssigkeiten sind Kräutertee und Wasser weil es der Haut und dem Haar sehr zugute kommt.
Fazit Tag 2
Es geht mir verdammt gut heute, ich habe lange geschlafen und bin dann gegen 10.30h aufgestanden. Duschen (ist wichtig weil man die ersten drei tage über die Haut entgiftet). Losen grünen Tee beim Trinken zelebrieren, und dann habe ich mit ausmisten der Schränke begonnen. Diese Reinigung und Ballastbefreiung tut mir in diesen Tagen auch sehr sehr gut. Gegen 15.00h fühlte ich mich so pudelwohl, dass ich meine Joggingssachen angezogen habe und losgelaufen bin. 
Paar hundert Meter und ich fühlte das die Beine bleiern sind. Ich habe meine Pace reduziert und bin dann knappe 5 km gejoggt. 
Danach kam ich heim und freute mich auf die zweite Dusche (muss - nicht nur wegen joggen sondern wegen Ausdünstungen). Dann ein großes Glas Sauer-krautsaft. Mein Mann saß neben mir und hat seinen Kaffee mit Waffeln genossen (der Geruch stieg mir in die Nase das war bisschen fies). 
Dann habe ich weiter ausgemistet.
Nun sitze ich eingemümmelt mit Wärmflasche auf dem Bauch (die Leber freut sich) und schreibe an diesem Eintrag. 
Es geht mir fantastisch. Bin sehr erstaunt. Meist stellt sich dieses Gefühl erst ab drittem Tag ein, was für mich ein Zeichen von sehr guter körperlicher und psychischer Verfassung ist. Herrn Lindenberg und der vergangen Events und (Einkaufsglückshormone der letzten Wochen) sei Dank.

Ich werde jetzt noch eine Buttermilch trinken. 
Prost Gift, es geht Dir an den Kragen!

PS Gewicht heute morgen: 53, 4 kg  (durch die Flüssigkeit wirds erstmal mehr)







Kommentare:

  1. Ich habe vor ein Paar Jahren mal eine 1-wöchige Fastenkur gemacht. Man lernt danach wirklich Nahrung wieder neu zu schmecken, aber um Gewicht zu verlieren ist das Heilfasten nicht so gut geeignet. Als Start einer Ernährungsumstellung aber umso mehr. Hast du frei oder musst du während deiner Fastenzeit arbeiten gehen? Mir viel durch die Kopfschmerzen in den ersten Tagen die Schule damals sehr schwer...
    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du dich weiterhin so gut fühlst!

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  2. Liebe Lena ich faste keineswegs um abzunehmen,
    denn noch mehr Gewichtsverlust kann ich mir gar nicht leisten,
    ich bin (vom Doc gerade neu vermessen) 1 ,73 cm groß und wiege 53 kg,
    da ist nicht mehr viel Spielraum. V.a. wenn man bedenkt was meine Muskelmasse wiegt.
    Ich mache es um zu entschlacken und zu reinigen,
    wobei mich heutiger Spiegelbericht etwas aus der Bah wirft.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,820291,00.html

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  3. Ein interessanter Artikel. Solange es deinem Körperlangfristig gut geht, ist es doch OK.

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