Mittwoch, 1. März 2017

Warum ich Mittwochs ausschließlich mit Frauen laufe

Als 20jährige junge Frau sorgte Kathrine Switzer am 17. April 1967 für weltweites Aufsehen. Sie hatte sich als K.V. Switzer (ihre Initialen) für eine offizielle Teilnahme am Boston Marathon (ausschliesslich den Männern vorbehalten) beworben und erhielt die Startnummer 261
Das ist jetzt knappe 50 Jahre her (ich schrieb dazu vor 2 Jahren dies hier )  ***
(credit by Boston Herald)

Was hat das mit mir und meinen Mittwochsläufen zu tun?

2015 gründete Kathrine das soziale Frauen-Laufnetzwerk 261 Fearless, dass Frauen weltweit miteinander auf sportlicher Basis vereint. Zu diesem Zeitpunkt hatte Edith in Österreich schon einen Club 261 als Verein gegründet und traf sich wöchentlich mit Frauen und Mädchen zum laufen. Ich traf Edith und Kathrine im März 2015 zum Woman's Marathon auf Mallorca und war von der Idee fasziniert. Alles weitere ist aus dem oben verlinkten Posting bekannt...

Im Sommer 2015 suchte die 261 Fearless Organisation Botschafterinnen, die Ihren Mut, Ihre Kraft, das Freiheitsgefühl, die Laufliebe und noch viel mehr Spirit an andere Frauen weitergeben wollen. Seitdem laufe ich auch als 261 Fearless Läuferin durch die Welt und versuche meinen Ladies im Club fast jeden Mittwoch Kraft und Inspiration zu geben, deren Selbstbewusstsein zu stärken, gesundes Laufen in den Vordergrund zu stellen und Spaß und Freude gemeinsam zu teilen.


Im Gegensatz zu vielen anderen (gemischten) Lauftreffs spielt bei unserem Clubs der Leistungsgedanke keine Rolle, im Gegenteil: Bei unseren wöchentlichen Treffs geht es vielmehr um einen fröhlichen Ausgleich zum Leistungsdruck im Arbeits- und Familienalltag. Frauen sind oft in Beruf und Familie extrem eingebunden und "opfern" sich auf. 
Ich habe mir vorgenommen einige von ihnen laufend aus dieser "Zwickmühle" herauszuholen; sie zu motivieren eine Stunde in der Woche mal alle Probleme loszulassen und nur für sich selbst da zu sein. Die Gemeinschaft, das sich bewegen und dabei die Flora und Fauna zu genießen und zu spüren, in sich hinein hören, sich zu trauen, selbstbewusster zu werden und sich ggf. auch (neue) Ziele stecken. Das können (und sollen) durchaus auch sportliche - individuelle - Ziele sein. 

Nun jährt sich mein Mittwochs laufen im April zum 3. Mal, wir werden einfach immer weiter laufen. Solange unsere Füße und Herzen das wollen. 



Jede meiner Ladies ist eine stolze Gewinnerin und hat verstanden, dass das gemeinsame Bewegen und jeder Mittwochabend einfach wundervoll ist und uns Kraft für den Alltag gibt.


Und da Bilder mehr als Worte sagen..... hier einige Impressionen, warum wir gern zusammen laufen, oder joggen... egal wie ihr es da draußen nennt. 

















Am 17. April 2017 feiert Kathrine mit ihrer erneuten aktiven Boston Marathon Teilnahme als 70jährige Marathon Woman ihr 50 jähriges Jubiläum. 
„Frauen fühlen sich heute nicht mehr eingeschränkt. Sie sind selbstbewusst und stark. Millionen Frauen laufen heute.“  So wie wir hier in Hamburg auch. 







In Nordamerika sind sie sogar in der Überzahl. „Wir haben durchschnittlich 53 Prozent Frauenanteil bei gemischten Läufen, es ist fantastisch“, schwärmt Switzer, die über ihre Geschichte und die der Entwicklung der Frauenlaufbewegung das Buch: „Marathon Woman“. geschrieben hat.



Ich wäre gern mitgelaufen in Boston aber man kann im Leben nicht alles haben. 

Also fiebere ich mit all den anderen 261 Läuferinnen weltweit an diesem Tag mit Kathrine und drücke ihr beide Daumen.




Die Birki


Samstag, 31. Dezember 2016

Neujahrsansprache aus dem ICE

Der Tag zwischen den Jahren lässt uns resümieren und nach vorne schauen:

Ein sehr bewegtes, tw. auch sehr  trauriges Jahr 2016 ist in paar Stunden Vergangenheit. Für mich das Jahr mit den extremsten Gefühlsschwankungen, weil es  geprägt war von Terror, Angst, und von vielen vielen traurigen Abschieden. Meine Güte, so viele tolle Menschen haben die Bühne verlassen ... 
Ich hab viel geweint in diesem Jahr, aaaber auch viel gelacht.
Das Wechselbad der Gefühle war noch nie so extremst wie 2016.
Ja, es gab zum Glück auch  wunderschöne facettenreiche Momente und Erlebnisse, neue Begegnungen,sportlich sowieso, aber auch kulturell und (zwischen-)menschlicherseits. Ich bin 'n Marathon in neuer PB gerannt, habe Triathlonluft geschnuppert und mir bei meinem ersten Radrennen geschworen nie wieder nur 60 km zu radeln. Ich will meehr von diesen meinen Drogen... immer meeeeehr.

Zum Glück bin ich 'ne Powerfrau,  immer mit 'nem halbvollen Glas, kann ich nicht, gibts bei mir nicht. Rückschläge brachten mich oft weiter. ich weiß, das wir - wenns drauf ankommt - zusammenhalten und uns unsere Menschlichkeit und unsere erkämpften Werte und 'Normen' bewahren werden. Hass und Hetze haben in meinem Leben keinen Platz. 

Für das neue unbefleckte und noch reine Jahr wünsche ich uns allen das das lange so bleibt -gepaart mit ganz viel positiver Power, Optimismus, Träume, Zauber, Lebensfreude, Abenteuer, Liebe, Hoffnung und Mut.

Lässt uns gemeinsam die Segel setzen und zum Abenteuer 2017 aufbrechen und lässt uns nie aufhören zu träumen von einer friedlichen Welt denn was sich kein Mensch vorstellen kann, ist noch lange NICHT UNMÖGLICH!!!